, Schneider Thorsten

Vortrag: „Igel in unseren Gärten“

Am 15.03.2026 um 14:30 Uhr lädt die Igelhilfe Herford-OWL e.V. gemeinsam mit den Volmser Heimatfreunden zu einem Informationsnachmittag in das Heuerlingshaus, Maschaupt 8 in 32549 Bad Oeynhausen Volmerdingsen ein. Ziel des Vortrags ist es, über die Lebensweise des Igels aufzuklären – und das aus gutem Grund. Der Igel gehört zu den ältesten Säugetieren der Erde, doch seit 2024 steht er auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten und gilt als potentiell gefährdet. Höchste Zeit also, mehr über die nachtaktiven Tiere zu erfahren und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen.

Unter dem Motto „Wir können nur schützen, was wir kennen“ möchte die Igelhilfe das Bewusstsein für die kleinen stacheligen Gartenbewohner stärken und dazu beitragen, ihren Lebensraum zu sichern.

Wie wir unseren Garten igelfreundlich gestalten können

Damit Igel in unseren Gärten überleben können, brauchen sie vor allem eines: Insekten. Als reine Insektenfresser sind sie auf naturnahe Strukturen angewiesen. Dazu gehören:

· Totholzhaufen oder Benjeshecken

· Bereiche mit Laub, Reisig, Ästen und Steinen

· Durchgänge in Zäunen (mind. 10×10 cm) für nächtliche Streifzüge

· Heimische Pflanzen, die Insekten Nahrung bieten

· Der Verzicht auf Kirschlorbeer und andere nicht heimische Gewächse

Gefahren für den Igel

Auf der Suche nach Nahrung sind Igel zahlreichen Risiken ausgesetzt:

· Straßenverkehr

· Motorsensen, Fadenschneider und vor allem Mähroboter – diese dürfen niemals nachts laufen, da sie schwere Verletzungen verursachen

· Chemische Mittel im Garten, die Insekten töten oder Igel direkt vergiften

· Offene Pools, Kellerschächte und Treppen, in denen Tiere verunglücken

Für den Igel ist es sprichwörtlich fünf vor zwölf. Nur wenn wir jetzt handeln, können auch zukünftige Generationen Igel in ihren Gärten erleben.

Notfallkontakt

Wer einen hilfsbedürftigen Igel findet, erreicht die Igelhilfe Herford-OWL e.V. unter: 0151 2138 6210